Warum in Deutschland studieren?

Deutschland bietet mit insgesamt mehr als 13.500 Studiengängen die Chance zu einer exzellenten wissenschaftlichen Ausbildung und eröffnet zugleich eine Vielzahl beruflicher Chancen – weltweit. Im Vergleich zu anderen Universitätsstädten bewegt sich die Ausbildung in Deutschland nicht nur auf höchstem wissenschaftlichen Niveau, sondern ist auch finanzierbar. Die Kosten für ein Semester sind vergleichsweise niedrig.

Mit der Fachhochschulreife oder der Allgemeinen Hochschulreife hast du die Möglichkeit, ein Studium an einer der 355 staatlich anerkannten Hochschulen in der Bundesrepublik aufzunehmen. Daneben kannst du Erfahrungen in einem der vitalsten Länder im Herzen Europas sammeln.

Theoretisch kannst du auch mit dem Bachillerato – in Verbindung mit der bestandenen Prüfung am Studienkolleg(!) – ein fachgebundenes Studium an einer deutschen Universität aufnehmen. Das Studienkolleg ist eine Schule, die eine fachspezifische Vorbereitung auf dein gewünschtes Studienfach anbietet. (Ein Wechsel des Studienfaches oder gar der Universität ist dann aber vielleicht schwierig.)

Welche Arten von Hochschulen gibt es? Welche ist für mich am besten geeignet?

In Deutschland gibt es drei Arten von Hochschulen: Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst-, Film- und Musikhochschulen. An Universitäten bist du gut aufgehoben, wenn du dich für ein wissenschaftlich ausgerichtetes Studium interessierst. Universitäten bieten ein sehr breites Fächerspektrum. Manche Universitäten haben sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert. Beispiele dafür sind Technische Hochschulen, Medizinische Hochschulen oder Pädagogische Hochschulen. Auch wenn du in Deutschland promovieren, also den Doktortitel erwerben möchtest, bist du an den Universitäten genau richtig.

Kunst-, Film- und Musikhochschulen sind die richtige Wahl, wenn du ein künstlerisch-gestalterisches Fach studieren möchtest. Diese Hochschulen bieten Fächer an wie Bildende Kunst, Industrie- und Mode-Design, Grafik, Instrumentalmusik oder Gesang. An Hochschulen für moderne Medien werden Regisseure, Kameraleute, Drehbuchautoren sowie andere Film- und Fernsehschaffende ausgebildet. Die Voraussetzung für ein solches Studium ist ein besonderes künstlerisches Talent, das du in einem Eignungstest unter Beweis stellen musst. Für die Kunst-, Film- und Musikhochschulen gelten also besondere Zulassungsbedingungen.

Fachhochschulen sind die richtige Lösung, wenn du ein eher praxisorientiertes Studium bevorzugst. Hier erhältst du eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung, die auf die konkreten Anforderungen im Berufsleben zugeschnitten ist. Zum Studium gehören Praktika und Praxissemester. Dort haben die Studierenden die Gelegenheit, ihre Kenntnisse in Unternehmen und Betrieben zu erproben. Berufsakademien (BA) bieten eine praktische Ausbildung in der Ausbildungsstätte (Betrieb, Firma) verbunden mit einem Studium an der Studienakademie. Die fachlichen Richtungen sind Technik, Wirtschaft, seltener Sozialwesen.

Welche Abschlüsse kann ich erlangen?

Bachelor (B.A., B.Sc., Bachelor of Engineering oder Ähnliches), das ist der erste akademische Abschluss, der auf dem internationalen Arbeitsmarkt anerkannt wird. Bachelor-Studiengänge vermitteln in sechs bis acht Semestern die Grundlagen in einem Fach. Hast du den Bachelor erfolgreich absolviert, gibt es zwei weitere Möglichkeiten: Entweder versuchst du, schon jetzt in dem passenden Beruf aktiv zu werden, oder du studierst weiter und belegst einen Masterstudiengang.

Master (M.A., M.Sc., Master of Engineering oder Ähnliches), das ist der zweite akademische Abschluss, den du an deutschen Hochschulen erwerben kannst. Die Voraussetzung dafür ist ein erfolgreich absolvierter Bachelor-Studiengang (oder etwas Vergleichbares). Während des Master-Studiums wird das bisher erworbene Wissen in zwei bis vier Semestern vertieft und erweitert. Hast du auch den Master erfolgreich bestanden, wartet der Arbeitsmarkt oder wiederum der nächsthöhere akademische Abschluss: die Promotion.

Das Promotionsstudium, in dessen Rahmen eine Forschungsarbeit (Dissertation) angefertigt wird, endet mit der Verleihung des Doktortitels. Die Dauer der Promotion ist abhängig von dem jeweiligen Forschungsthema; in der Regel sind es etwa zwei bis fünf Jahre.

Staatsexamen: Das Staatsexamen ist kein akademischer, sondern ein staatlicher Abschluss. Das bedeutet, dass die Prüfungsordnung nicht von der Hochschule festgelegt wird, sondern von den Bundesländern. Außerdem finden die Prüfungen unter staatlicher Aufsicht statt. Wer in Deutschland als Arzt, Anwalt, Lehrer oder Pharmazeut arbeiten möchte, braucht ein solches Staatsexamen. Das Erste Staatsexamen kannst du nach einem erfolgreichen Studium in den Fächern Jura, Medizin oder Pharmazie ablegen, ebenso in den Lehramtsstudiengängen. Danach kannst du dich mit einer berufsbezogenen, praktischen Ausbildungsphase auf das Zweite Staatsexamen vorbereiten oder eine Promotion beginnen. Das Staatsexamen garantiert aber nicht, dass du sofort eine Stelle bekommst. Mit Blick auf Bolivien müsste man prüfen, ob ein Staatsexamen dort auch anerkannt wird.

ALSO: AUF NACH DEUTSCHLAND! ES LOHNT SICH.

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:

Katja Sinterhauf: k.sinterhauf@ds-lapaz.edu.bo

Henning Hinsch: h.hinsch@ds-lapaz.edu.bo